RWTH Aachen – Zeitzeugengespräch

Dieses zufällige Bild eines amerikanischen Soldaten ist bis heute eines der bekanntesten Symbolfotos für die Verbrechen Deutscher an den europäischen Juden. Es zeigt die Häftlinge des Konzentrationslagers Buchen- wald kurz nach ihrer Befreiung. Von uns kenntlich gemacht wurde der Mann, mit dem wir vom Leistungskurses Geschichte heute sprechen durften.

Es handelt sich um Naftali Fürst, der 1932 in Bratislava geboren, einen Teil seiner Kindheit in der Kinderbaracke in Buchenwald bei Weimar verleben musste. Nach dem Zweiten Weltkrieg  zog er mit seiner Familie nach Israel, wo er bis heute lebt. Erst seit einigen Jahren berichtet Fürst weltweit über sein Schick­sal als Überleben­der des Holocausts, u.a. im Deutschen Bundestag. Seine Erinnerun­gen schrieb er darüber hinaus in seiner Autobi­ografie „Wie Kohlestücke in den Flammen des Schreck­ens. Eine Familie überlebt den Holocaust“ nieder.

Fürst KindAm 16. Juni 2015 berichtete Fürst vor über 200 Studieren­den, Schülern und Besuch­ern auf Einladung des Lehr– und Forschungs­bere­ichs „Didak­tik der Gesellschaftswis­senschaften“ der RWTH Aachen. Im Anschluss daran beant­wortete er zahlre­iche Fragen der Studieren­den und Schüler. Bereits am Mittag kam es in den Seminar­räu­men des IPW zu einem Gespräch zwischen Fürst und dem Leistungskurs Geschichte des Inda-Gymnasiums aus Aachen.

Wir danken Herrn Naftali Fürst und seiner Lebensgefährtin für dieses teilweise sehr emotionale Gespräch, welches in Ausschnitten nunmehr auch in diesem Tondokument vorliegt.

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