Gesundheitsamt – Euthanasie

Gesundheitsamt
Der Ermordung unheilbar Kranker und Behinderter hatte Adolf Hitler im Oktober 1939 mit einem Schreiben seine Ermächtigung gegeben: „unheilbar Kranken … [sollte] der Gnadentod gewährt werden“. Das Regime rechtfertigte  dies mit dem rassenpolitischen Grundsatz, dass behinderte Menschen beinahe genauso „unwürdig des Lebens“ seien und eine „Verschwendung von Geld“ bedeuten würden, wie Juden und andere von den Deutschen ausgegrenzte Gruppen.

So wurde die Ermordung und Zwangssterilisation von behinderten Menschen ab 1934 mit dem „Gesetz zur Verhütung erbranken Nachwuchses“ und dem Begriff der Euthanasie (Gnadentod), von Adolf Hitler gerechtfertigt.

In einem Rundbrief informierte Amtsgerichtsrat Müller, mit Sitz im heutigen Bürgeramt, direkt neben dem Aachener Hauptbahnhof, am 11. Juni 1935, alle Zwangssterilisationsärzte des Regierungsbezirks Aachen, darüber, dass das zuvor erwähnte Gesetz von nun an durchzuführen ist. Des Weiteren gehTafel Gesundheitsamtt er in seinem Brief explizit auf die Geheimhaltung dieses Verfahrens ein und verpflichtet die Beteiligten zum Schweigen.

In Aachen starben dadurch mehrere hundert Frauen, Kinder und Männer.

-Anne Boldt

 

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