Mozartstraße – Justiz und NS/Kriegsgericht

von Robin Wehn

Justiz im dritten Reich – Wenn Menschen aufgrund ihrer Gesinnung verurteilt werden.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden Zwangsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung von Macht durch diktatorische Regime in Gesetzesform gekleidet.

In der Regierungserklärung 1933 kündigte Hitler neue Maßstäbe für die Rechtsprechung an, wie zum Beispiel dass das Rechtswesen der Volksgemeinschaft diene und nicht das Individuum im Mittelpunkt stehe. Was dem Volk letztendlich diente, entschied Hitler mit Hilfe der NSDAP. Dennoch verfolgten die Nationalsozialisten das Ziel, den Schein und die Fassade des Rechtsstaates zu bewahren. Somit schränkten sie Gesetz und Recht ein, oder erließen SondergeMiseriorrichte, um ihre Gegner weiterhin verfolgen zu können. Der rechtsstaatliche Grundsatz „nulla poena sine lege“ (keine Strafe ohne Gesetz) wurde dadurch aufgehoben.

Die nationalsozialistische Führung des dritten Reichs führte die bereits 1920 abgeschaffte Millitärjustiz zum 1. Januar 1934 wieder ein. Das Reichskriegsgericht war das zuständige Gericht für Fälle von Hoch –und Landesverrat und die höchste Instanz der Wehrmachtsjustiz. Teils wurden Sondergerichte eingerichtet, die dazu dienten Verstöße eigener und fremder Soldaten, sowie Zivilpersonen gegen dMisereor zermbombtie NS-Ideologie zu verfolgen.

Das Kriegsgericht, oder auch die Millitärjustiz von 1939 bis 1944/45 in Aachen, spielte eine wichtige Rolle in der Stadtgeschichte. Rund 25 Todesurteile wurden zur Zeit des Nationalsozialismus am Kriegsgericht in Aachen erlassen. Der Fall von Stefan Hampel, ein Füsilier, ist mit direktem Bezug zu Aachen bekannt. Dieser wurde 1943 wegen Fahnenflucht zu Tode verurteilt. Am Osterdienstag und an Pfingsten 1944 zerstörten Bomben den Mitteltrakt, die Kapelle, Teile des Kreuzgangs und des Bibliothekenflügels.

Nach Kriegsende konnte das notdürftig wiederhergerichtete Seminar am 31. Oktober 1945 wieder eröffnet werden.Miserior Seite

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