Kriegsgefallene aus Aachen

Ein Beitrag von Gwen Neßeler

Gedenktafel für Gefallene im 2.Weltkrieg vor dem Ehrenkreuz
Gedenktafel für Gefallene im 2.Weltkrieg vor dem Ehrenkreuz

Auf dem Ehrenfried in Aachen sind 2455 deutsche und ausländische Kriegssoldaten aus dem 1.Weltkrieg bestattet, welche meist in Aachener Krankenhäuser und Lazaretten verstorben sind. Hitler verfolgte die nationalsozialistische Ideologie „Krieg als das Mittel, Politik zu treiben“ . Schon am 1.November 1939 musste der Ehrenfriedhof vergrößert werden. Im Jahre 1961 fanden Umbettungen von 104 Kriegstoten statt, darunter Frauen, Kinder und Männer, welche in Aachen als Bombenopfer starben. 1957 wurde zentral ein 6.20m hohes Ehrenkreuz aufgestellt. Heute ruhen dort 5078 Kriegstote aus 16 Nationen.

Am 16.März 1935 wurde im Deutschen Reich die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt. 2 Jahre war man zum aktiven Dienst verpflichtet. Im Laufe vom Krieg mussten auch Jugendliche ab 14 Jahre in den Krieg ziehen, dies wird als Anordnung am 26.Januar 1943 beschlossen. Sie wurde von der Schule (ab 6. Klasse)auf das Kriegsfeld geschickt, meistens wurden sie als Luftwaffenhelfer eingesetzt. Zuvor wurde schon der Hitlerjugend angeboten als Freiwillige für den Einsatz in der Luftwaffe oder Kriegsmarine sich zu melden. Eltern versuchten ihre Kinder vor dem Einzug zu bewahren und halfen sich mit einem ärztlichen Attest aus, was in einigen Fällen einen Einzug verhinderte.

Ehrenkreuz für Gefallene im 1. und 2.weltkrieg auf dem Waldfriedhof in Aachen
Ehrenkreuz für Gefallene im 1. und 2.weltkrieg auf dem Waldfriedhof in Aachen

In Aachen wurden am 8.Februar 1943 die Klassen 6 und 7 (Jhg. 1926/ 1927) gemustert und am 15. Februar beim Stab der Flak Abt. 514 auf die 6 Batterien verteilt. Schon am 14. Juli 1943 starben zwei Schüler von der KKG in Aachen im Alter von 16 und 17.

„Die Luftmine ist anderthalb Meter neben dem Batteriechef eingeschlagen und 10m weiter lagen die beiden Toten .Ich war damals bei der Geschützstaffel, und auf einmal hat es furchtbar gekracht-ein großer Feuerschein, und dann war alles tot,…“

Zwangssoldaten (Peter M. Quadflieg) Erzählung 14.Juli 1943

(Quellen: Lektüre „Zwangssoldaten“ Peter M. Quadflieg, wgdv.de, Wikipedia)

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein. Fügen Sie den permalink zu Ihren Favoriten hinzu.

Kommentar verfassen