Kleinkölnstraße: Zerschlagung und Gleichschaltung der Gewerkschaften

Kleinkölnstraße: Zerschlagung und Gleichschaltung der Gewerkschaften

Kurz nach der Machtübernahme der NSDAP im Jahr 1933, verfolgte die Partei das Ziel jegliche Organisationen zu verbieten, um ihre Politik in der Gesellschaft auszubreiten und zu festigen.

Gewerkschaftsgebäude Aachen
Gewerkschaftsgebäude Aachen

Aus diesem Grund hielt die NSDAP es für nötig, sämtliche Organisationen, die sich dem Totalitätsanspruch der Partei widersetzen, auszuschalten, und die Anpassung an ihre politischen Ziele zu fordern. Zum Beispiel Jugendorganisationen sind zu Organisationen wie der Hitlerjugend geformt worden. Die Forderung der Anpassung an das NS-Regime, und die Ausschaltung jener Organisationen wird als Gleichschaltung bezeichnet.

Auch in den Gewerkschaften sah die NSDAP eine Gefährdung ihrer Macht, da diese neutral gegenüber dem NS-Regime eingestellt waren, und die Gewerkschaftlichen Betriebsräte sich eigenmächtig absetzten. Am 2. Mai 1933 kam es schließlich zur Niederschlagung der Gewerkschaften in Aachen, bei der sämtliche Gebäude des allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes und die wirtschaftlichen Organisationen besetzt worden. Die Besetzung in Aachen ging so weit, dass die Eingänge, Treppenhäuser und Direktionsbüros von der SS besetzt worden. Außerdem wurde für jedes Unternehmen ein Leiter vorgesehen, der sich mit dem Vorstand der betreffenden Gewerkschaft in Verbindung setzte und diese Maßnahmen und diese über die Ziele der Aktion unterrichtete. Zudem wurde die Gewerkschaft mit der Bestattung vertraut gemacht und über die Notwendigkeit der Maßnahme informiert.

Gedenktafel Gewerkschaftsgebäude
Gedenktafel Gewerkschaftsgebäude

 

 

Anna-Lena Sauder

 

 

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