Diskriminierung und Verfolgung Homosexueller

Ein Beitrag von Gwen Neßeler

In der NS-Zeit wurden Homosexuelle ausgeschlossen und verfolgt. Am 10.Oktober 1936 wurde die Reichszentral zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung gegründet, diese war zuständig zum Sammeln von Daten Homosexueller. Die nationalsozialistische Ideologie hinter der homophoben Haltung stand, dass keine Fortpflanzung möglich war und somit nach ihrer Ansicht die Geburtszahlen gefährdet wären. Durch Propaganda sollte die Bevölkerung gegen Homosexuelle aufgebracht werden.

52 sog. Kissensteine für die Verfolgten aus Aachen
52 sog. Kissensteine für die Verfolgten aus Aachen
Gedenktafel für 52 Verfolgte aus Aachen
Gedenktafel für 52 Verfolgte aus Aachen

Auf dem Aachener Waldfriedhof auf dem Ehrenfriedhof liegen 52 KZ-Opfer darunter die Hälfte politische Verfolgte, die anderen Behinderte und Homosexuelle. . In den Jahren 1941-1943 wurden die Überreste an die Angehörigen nach Aachen überführt. Die Urnen wurden von unterschiedlichen Friedhöfen in Aachen auf die Gemeinschaftsanlage der Ehrenanlage beigesetzt. In der NS-Zeit waren schon angeblich begehrliche Blicke und sexuelle Handlungen gegenüber Männern strafbar. Frauen wurden nicht verfolgt aber als asozial bezeichnet. Männer die im Verdacht standen homosexuell zu sein, durften nicht ohne polizeiliche Genehmigung ihren Wohnort verlassen. Viele homosexuelle Männer wurden in Konzentration Lager geschickt, wo sie durch ein pinkes Dreieck auf dem Hemd gekennzeichnet wurden.

KZ-Kennzeichen

„Verbot, sich zur Nachtzeit im Sommer von 23 bis 5 Uhr, im Winter von 23 bis 6 Uhr außerhalb der polizeilich gemeldeten Wohnung aufzuhalten. Die Ablieferung eines Hausschlüssels an die Kriminalpolizei kann dem Betroffenen vorgeschrieben werden.“ Homosexualität in der NS-Zeit :Dokumente einer Diskriminierung und Verfolgung

Berichten zu Folge wurden ca. 10.000-15.000 Männer wegen Homosexualität in KZ-Lager gebracht. Ungefähr 53% von den Männern kamen ums Leben. Die Zahl variiert, da man nicht weiß, wie viele aus anderen Gründen getötet wurden.

(Quellen: wgdv.de, Homosexualität in der NS-Zeit: Dokumente einer Diskriminierung und Verfolgung, Wikipedia)

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