Rütscherstraße

1941 wurde damit begonnen Rund um Aachen Bunker zum Schutz der Bevölkerung vor Alliierten Luftangriffen zu bauen. Dafür zuständig war die städtische Bauverwaltung und gebaut wurden diese von ausländischen Zwangsarbeitern. Allein in Aachen gab es min. 15 solcher Bunker. Ausgestatten waren sie mit unterirdischen Stollen und Splitterschutzgräben.

Die meisten dieser Bunker wurden zerstört oder abgerissen, manche jedoch werden Zivil, beispielsweise als Musikbunker genutzt. Zur Zeit des dritten Reiches expandierten die Firmen „Organisation Todt“ und „HochTief“, welche sich nämlich auf den Bau von Bunkern spezialisiert hatten und die meisten Aufträge des Nazi-Regimes ausführten. Der Anfang der 40er Jahre in aller Eile errichtete Hochbunker zwischen Rütscher Straße und Försterstraße diente im Zweiten Weltkrieg als Schutzbunker für die Bevölkerung. Am 21. Oktober 1944 hisste der erst wenige Tage zuvor zum Stadtkommandanten ernannte Oberst Gerhard Wilck hier vor dem Eintreffen der amerikanischen Truppen die weiße Flagge der Kapitulation.

Bunker

Heutzutage besteht der Bunker an der Rütscher Straße nicht mehr. Die Stadt Aachen hat nach misslungenen Versuchen den Bunker unter Denkmalschutz zu stellen, den Abriss am 11.1.2013 genehmigt. Trotz den aufgekommenen Protesten der Bunkernachbarn, welche die Art des Abrisses und den Weiterverkauf des Grundstückes nicht guthießen wurde der Bunker abgerissen und heutzutage, im Jahre

2016, steht das Grundstück leer.

Tafeltext:

Bunker Tafeltext

Als das Ende des Krieges schon abzusehen war, harrte in diesemBunker der letzte Kampfkommandantder Wehrmacht in Aachen gemäß den nationalsozialistischen Befehlen aus. Dieses Verhalten kostete noch in der letzten Kriegswoche vom 15. bis 21. Oktober 1944 viele Menschen das Leben.

 

 

 

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