Katschhof, Aachener Heiligtumsfahrt 1937

Zur Zeit der Aachener Heiligtumsfahrt im Jahre 1937 hatte sich die Kirche dem Naziregime zu großen Teilen angepasst. Im Kontrast dazu stand die Heiligtumsfahrt, die zuvor fast abgesagt wurde, weil die Kirche nur geringe Besucherzahlen erwartete. Umso überraschender war dann der Andrang der Gläubigen, die zur Besichtigung der Reliquien nach Aachen pilgerten. Zuvor hatten die Behörden die Arbeit der Kirche erheblich beeinträchtigt, trotz der Angleichung der Kirche an die Regierung. Viele der Besucher kamen auch wegen der oppositionellen Einstellung einiger Priester. Sie wurden aber leider enttäuscht, da sich diese nicht politisch äußerten. Trotzdem war die Gemeinde nicht still und sang Kirchenlieder mit Nazifeindlichen Texten. Es wurde, obwohl anders erwartet, die größte Aachener Heiligtumsfahrt mit 800.000 bis 1.000.000 Besuchern. Dadurch wurde deutlich, dass die katholische Kirche in der Lage war ihre Gläubigen in großer Zahl zu mobilisieren, wenn auch still.

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