Frère-Roger-Straße

In den Folgejahren der Machtübernahme von 1933 wurden auch in der evangelischen Kirche Spannungen zwischen Befürwortern („Deutsche Christen“) und Gegnern („Bekennende Kirche“) des Nationalsozialismus deutlich. In Aachen waren besonders die Deutschen Christen vertreten, sodass der Pfarrer Karl Friedrich Zahn alle evangelischen Jugendverbände in die Hitlerjugend überführte. So wurde in Aachen auch bei innerkirchlichen Wahlen im Juli 1933 mehrheitlich für die „Deutschen Christen“ gestimmt. Emmi Welter, welche als Vertreterin der Bekennenden Kirche die Wahl verlor, gründete daher den „Gemeinde-Notbund“. Dieser sollte helfen die eigentliche evangelische Lehre in Aachen zu bewahren und war somit eine Bewegung gegen Hitlers Willen. Wegen der vielen Auseinandersetzungen traten mehr und mehr Protestanten aus der Kirche aus. Gegenüber den „Deutschen Christen“ konnte sich die „Bekennende Kirche“ nicht durchsetzen. Als Folge wurden evangelische Gegner des Nationalsozialismus unterdrückt.

weitere Informationen diesbezüglich liefert u.a. das Projekt Wege gegen das Vergessen

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