Anna-Sittarz-Platz

Wegen der Nähe zur Grenze hatte Aachen eine große Bedeutung für den antifaschistischen Widerstand. Hier konnten Juden oder politisch Verfolgte mehr oder weniger sicher ins Ausland gebracht werden. Von dort aus waren sie dennoch oft sehr aktiv. Informationsmaterialien wie Zeitungen, Bücher oder Flugblätter, die in Deutschland verboten waren, wurden nun im Ausland gedruckt und an der Grenze heimlich überreicht. In Deutschland wurden sie dann an kleine Geschäfte oder Handwerksbetriebe verteilt. Ein Geschäft, welches als Anlaufstelle für den Widerstand gegen die Diktatur galt, war ein Kiosk an der Königsstraße, in dem Milch und Zeitungen zu kaufen waren. Während des 2. Weltkrieges gehörte dieser Laden Anna Sittarz. Trotz Verhaftung, Verurteilung zu Zuchthaus und ständiger Überwachung durch die Gestapo setzte sich Anna Sittarz weiter für den Widerstand ein. Nach dem Ende der Nazidiktatur gründete sie gemeinsam mit Anderen am 18. März 1945 die „Freie Deutsche Gewerkschaftsbewegung“ in Aachen.

weitere Informationen diesbezüglich liefert u.a. das Projekt Wege gegen das Vergessen

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